Am vergangenen Sonntag empfingen die Damen des TSV Untergöningen die Mannschaft vom SSV Schönmünzach. Für die Mannschaft aus dem Schwarzwald ging es um wichtige Punkte im Rennen um den zweiten Tabellenplatz und somit den Relegationsplatz in die Regionalliga. Untergröningen konnte mit einem Sieg die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga vor heimischer Kulisse besiegeln. Nach einem gelungenen „Anfangssprint“ sahen die Untergröninger nach der Hälfte der Partie bereits wie die glücklichen Sieger aus – doch am Ende wendete sich die Partie.
Für einen guten Start sorgten wieder einmal die Untergröninger Doppelpaarungen: Das neu formierte Doppel mit Nina Merkel und Laura Henninger schlugen gegen die Paarung Melissa Bill und Lena Walkenhorst auf. Überraschend deutlich in drei Sätzen entschieden die Kochertälerinnen die Partie für sich. Am Nebentisch lagen Anja Eichner und Miriam Kuhnle bereits mit 0:2 gegen Leonie Müller und Antonia Walkenhorst im Rückstand, ehe sie die Partie im Entscheidungssatz drehten. Der TSV ging mit 2:0 in Führung.
Im vorderen Paarkreuz folgte eine Punkteteilung: Anja Eichner schlug gegen die 13-jährige Melissa Bill auf. Trotz gewonnenem ersten Satz fand Eichner nicht richtig in ihr Spiel und unterlag in den drei darauffolgenden Sätzen. Am Nebentisch gab es ein Match auf Augenhöhe: Miriam Kuhnle spielte stark gegen Leonie Müller auf und siegte im Entscheidungssatz hauchdünn mit 3:2. Durch ihren Sieg baute Kuhnle die Führung für den TSV auf 3:1 aus. Relativ deutlich siegte Nina Merkel über Antonia Walkenhorst in drei Sätzen. Laura Henninger unterlag in Satz eins Sara Müller. Getragen von den rund 100 Zuschauern fand sie immer besser in ihr Spiel und sicherte den nächsten Zähler für Untergröningen. Zwischenstand 5:1 und der Sieg zum Greifen nah.
Im Spiel der beiden Spitzenspielerinnen hatte Anja Eichner auch an diesem Tag gegen Leonie Müller das Nachsehen. Trotz deutlicher Führung in Satz vier konnte sie den Satz nicht für sich entscheiden und unterlag mit 1:3. In einem sehenswerten Spiel mit langen Ballwechseln machte es Miriam Kuhnle gegen Melissa Bill spannend. Kuhnle setze sich mit 2:0 ab, bevor Bill verkürzte auf 2:2. In einem sehr guten Spiel unterlag Kuhnle am Ende im Entscheidungssatz. Auch die nächsten beiden Partien entschieden sich erst im fünften Satz: Nina Merkel führte bereits mit 2:1, bevor auch ihre Partie in den Entscheidungssatz „musste“. Am Ende unterlag sie hauchdünn mit 11:13. Über Sieg oder Unentschieden entschied nun die letzte Partie zwischen Laura Henninger und Antonia Walkenhorst. Im ersten Satz unterlag Henninger mit 10:12, ehe sie sich Satz zwei sicherte. Satz drei ging wieder an die Spielerin aus dem Schwarzwald, bevor in Satz vier ein Krimi folgte: Mit 18:16 sicherte sich Henninger Satz vier. Die Halle mit über 100 Zuschauern feuerte die Untergröningerin lautstark an, am Ende musste sie ihrer Gegnerin jedoch zum Sieg gratulieren.
Das Spielergebnis von 5:5, 23:20 Sätzen und 418:414 Bällen zeigt, wie eng die Partie zwischen den beiden Mannschaften war. Am Ende ein verdientes Unentschieden, obwohl sich die Partie auf Grund der frühzeitigen 5:1-Führung wie eine bittere Niederlage anfühlte. „Wir haben gegen Burgstetten eine 4:2-Führung zuhause nicht in etwas Zählbares verwandelt und nun verspielen wir uns nach einer 5:1-Führung vor dieser traumhaften Kulisse zu Hause die Meisterschaft – das schmerzt etwas“, so Mannschaftsführerin Laura Henninger. Vor allem die letzten drei Partien, die alle im Entscheidungssatz hauchdünn an den SSV Schönmünzach gingen, waren schmerzhaft. Trotz allem eine starke Mannschaftsleitung, sehenswerte Ballwechsel und ein hervorragendes Publikum. Mit über 100 Zuschauern der Rekordwert für den TSV in dieser Saison und auch im Vergleich zu den anderen Mannschaften führt des TSV hier die Tabelle mit deutlichem Abstand an.
Mit 24:4 Punkte grüßt der TSV weiterhin von der Tabellenspitze, gefolgt vom SSV Schönmünzach mit einem Punktekonto von 18:8 Punkten ebenso wie der TTV Burgstetten und Süßen mit 17:9 Punkten. Die Meisterschaft und der sichere Aufstieg ist somit nur noch ein Punkt entfernt. Am kommenden Sonntag geht die Reise zum TTC Lützenhardt, dem aktuellen Tabellenschlusslicht. Die letzte Heimspielpartie steigt am Samstag, den 5. April um 18 Uhr. Der Gegner ist die Mannschaft vom 1. TTC Ketsch der aktuell auf Platz sechs rangiert. Mit einem Punkt kann sich der TSV die Meisterschaft sichern – eine Aufgabe, die durchaus zu bewältigen ist.